Das Flusscampmanifest 2026 versteht sich als strategischer Anstoß für den Aufbau einer neuen, widerständigen Wasserbewegung in Deutschland. Es analysiert das Spannungsfeld zwischen sozial-ökologischem Kaputtsparen (Austerität), Klimakrise und globaler Ausbeutung. Hintergrund und Basis zugleich sind die Flusscamps an Spree, Weser, Rhein und an der Elbe-Saale Mündung.
Hier könnt ihr das Flusscampmanifest herunterladen!
Unsere Flusscamps sind Orte des Zusammenkommens und zusammen fließen: Gemeinsam möchten wir Räume an den Fluss-Systemen für Austausch, Workshops und Kultur sowie gemeinschaftlichen Aktionen schaffen. Wir setzen uns ein für eine wassergerechte Welt – mit Kreativität, Solidarität und viel gemeinsamer Stärke!
Die Flusscamps 2026 sind an Spree, Weser, Elbe-Saale und am Rhein von Ehrenamtlichen und Aktivist*innen organisiert. Die Bildungs- und Vernetzungsveranstaltungen machen regionale Wasserkrisen sichtbar und sind Ausdruck einer bundesweit wachsenden Wasserbewegung. Jedes Camp hat einen anderen Fokus: Ob Weservertiefung, Auenlandschaften, PFAs stoppen oder die Spree retten – gemeinsam wird auf den Camps Wissen geteilt und durch Austausch vertieft. Zudem bieten die Flusscamps einen Ort um die individuellen Verbindungen zu den Flüssen zu feiern und zu stärken. Mehr Informationen zu den Flusscamps findest du auch hier flusscamps.org
Das Flusscampmanifest 2026
Kernbotschaften und Strategien
- Flüsse als Beziehungsraum: Flüsse werden nicht als bloße Ressourcen, sondern als relationale Lebensadern betrachtet. Die Verarbeitung von kollektiver Trauer über zerstörte Ökosysteme dient als Strategie zum Bewegungsaufbau.
- Kombination von Ansätzen: Das Manifest plädiert dafür, scheinbare Gegensätze aufzulösen. Es verbindet lokale, solidarische Vorsorge mit politischer Intervention und Massenaktionen.
- Drei globale Inspirationsquellen:
- Klamath River (USA): Erfolgreiche, jahrzehntelange indigene Kämpfe führten zum größten Staudammrückbau der Geschichte. Das zeigt, dass Renaturierung ein ökologisch-kultureller Heilungsprozess ist.
- Widerstand gegen Agrochemie (Frankreich/Deutschland): Die Blockade des BASF-Werks in Frankreich durch Les Soulèvements de la Terre (2025) verdeutlicht den Kampf gegen „chemischen Kolonialismus“. Konzerne wie BASF und Bayer produzieren auch an deutschen Flüssen (Rhein, Main, Schwarze Elster) in der EU verbotene Pestizide für den Export.
- Regenerative Landwirtschaft: Basierend auf dem Buch The Regenerative Agriculture Solution wird klargestellt: Wasserprobleme sind Bodenprobleme. Ohne gesunde Böden, die Wasser speichern, gibt es keinen nachhaltigen Gewässerschutz.